Urösterreichische Reformmentalität


Immer wieder gibt es in Österreich Reformankündigungen und in der Praxis wird das Gegenteil exekutiert. Zuletzt geschehen mit der Frühpensionierung des ZiB-Sprechers Eugen Freund im staatsnahen und weitgehend roten ORF. Aber schon zu Kanzler Schüssels Zeiten wurde unter schwarzer Führung den Frühpensionierungen der Kampf angesagt. Ausgerechnet die Speerspitze dieses Kampfes, die WKÖ, schickte unmittelbar nach solchen neuen Zielsetzungen die seinerzeitigen österreichischen Handelsdelegierten über 60 Jahre in aller Welt in Frühpension.

Dazu passen Ankündigungen des frischgebackenen Minister Ostermann über Reformen in kleinen Schritten. Ausflüsse der österreichischen  Reformverweigerung sind eine EU-Spitzenposition für niedrige Arbeitslosigkeit, weil wir früh pensionieren, die Universitätsstudenten endlos finanzieren, für die Frauen großteils das Recht auf gleiche Arbeitslebenszeit in eine ferne Zukunft verschieben, anstatt diesen Gleichheitsgrundsatz sofort umzusetzen. Auch der Österreich-Reformkonvent hat schließlich im Kern resultatlos geendet.

 

 

 

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