ZIVILDIENST für alle und ein kleines Berufsheer
Die herrschende weltweite Gesundheitskatastrophe sollte auch Anlass sein, zutage tretende Schwachstellen in den Strukturen des eigenen Landes anzusprechen und zu verändern.
Die Heimat mit der Waffe in der Hand vor Aggressoren verteidigen, solche Positionen entsprechen kaum mehr unseren modernen Lebensauffassungen. Aber auf dieser längst überholten Vorstellung beruht unser Konzept für das Milizheer. Gott sei Dank gab es für Österreich seit dem letzten großen Krieg vor allem auch Dank einer Entwicklung zu einer europäischen Vereinigung keinen Anlaßfall. Für die Bekämpfung von Pandemien benötigen wir kein Waffenheer. Unsere modernen Bedrohungen müssen heutzutage mit versierten Spezialisten bewältigt werden und dieser Aufgaben kann man nicht in einigen Monaten erlernen. Also wäre das Milizheer baldmöglichst durch ein Berufsheer zu ersetzen.
Der Kern unseres Milizheeres könnte mit einigen Ergänzungen bereits das Berufsheer bilden. In Wesentlichen sind diese Teile des Bundesheeres auch im Auslandseinsatz für humanitäre Aufgaben, die aus unseren solidarischen Verpflichtungen im Rahmen der Europäischen Union oder der UNO entspringen. Damit sei gleichzeitig angesprochen, dass die österreichische verfassungsmäßige Neutralität in Wirklichkeit schon lange nicht mehr existiert obsolet ist und somit auch formal abgeschafft werden sollte.
Den Zivildienst schlage ich einjährig für Burschen und Mädchen ab 18 Jahren vor. Damit wäre diesbezüglich auch Gender-Gerechtigkeit gegeben. Die Zivildiensteinsätze sollten auf alle gemeinnützigen Organisationen ausgedehnt werden. Speziell sollte dies den personellen Engpässen mit der starken Abhängigkeit von ausländischem Personal im Pflegebereich Abhilfe schaffen, welche die gegenwärtige Corona-Pandemie deutlich aufzeigt. Weitere positive Effekte wären: ein entspannter Arbeitsmarkt für Schulabgänger und viele Jugendliche könnten eine Motivation erfahren, ihren Berufseinstieg im gemeinnützigen Bereich vorzunehmen.
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